Santiago de Compostela

Ziel des Jakobsweges – so benannt nach dem Heiligen Jakobus, einem der zwölf Apostel Jesu – ist Santiago de Compostela im spanischen Galizien.
Der Name Santiago ist ebenfalls eine abgeschliffene Form von Heiliger Jakobus, der im Lateinischen Sanctus Iacobus heißt. Auf Spanisch hieß er zunächst Sanct’ Iaco’, was sich über die Zeit zu Santiago entwickelte.

Hier entdeckte der Eremit Pelagius Angfang des 9. Jahrhunderts das angebliche Grab von Santiago el Mayor, Jakobus dem Älteren, welcher der Legende nach den Norden der iberischen Halbinsel zum Christentum bekehrt haben soll.
Eher wahrscheinlich ist, das der Apostel Jakob mit der Missionierung nicht erfolgreich war und nach Palästina zurückkehrte. Dort wurde er auf Geheiß des Königs Herodes Agrippa I. geköpft.
Wie seine Gebeine nach Spanien gekommen sein sollen, darüber gibt es diverse Legenden. Eine weitverbreitete erzählt, dass die Gebeine Jakobs in einem Boot an die Nordküste Spaniens – eben nach Santiago de Compostela – getrieben wurden und dort in einem Steingrab beigesetzt.

Dieses Grab entwickelte sich in der Folge zu einem Wallfahrtsort, nachdem König Alfons II. von Asturien dort eine Kirche errichten ließ. Hier entstand zunächst ein Dorf und später die Stadt Santiago de Compostela.

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